HOME STAGING

Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen und dabei den bestmöglichen Preis erzielen? Oder vielleicht möchten Sie Ihre Immobilie auch nur so schnell wie möglich an den Mann bzw. Frau bringen? Wer möchte nicht am liebsten beides? 
Dabei kann Ihnen “Home Staging”, das professionelle Aufbereiten Ihrer Immobilie für den Verkauf, eine große Hilfe sein.

Bilder sagen mehr als tausend Worte… Lassen Sie uns Ihre Immobilie “auf die Bühne” bringen!

Home Staging = Das Zuhause auf der Verkaufsbühne

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, Croissants auf dem Küchentisch, das Bad gründlich gewienert und gemütliche Wolldecken auf dem Boxspringbett im Schlafzimmer – hier würden Sie sofort einziehen, oder?
Immobilienkauf hat viel mit Bauchgefühl zu tun, mit der richtigen Atmosphäre, einem Gespür für Räume, Gestaltung und Wohnlichkeit. Je ansprechender Wohnungen oder Häuser auf den ersten Blick wirken, desto einfacher ist es, sich in sie zu vergucken. 
Getreu dem Motto: Gesehen, gewollt, gekauft. Genau das macht sich das sogenannte Home Staging zunutze.

Was ist Home Staging?

Während man beim Interior-Design von Privatwohnungen meist eng mit den tatsächlichen Bewohnern arbeitet und eine sehr individuelle Einrichtung kreiert, gestaltet man beim Stagen (dt. inszenieren) Räume auf Zeit, deren Stil einen breiten Geschmack trifft. Denn Home Staging ist eine Maßnahme des Visual Merchandising„Wir versetzen das Haus in den perfekten Verkaufszustand. Durch die optimale Inszenierung der Immobilie wird die Vermarktungszeit deutlich reduziert und der bestmögliche Verkaufspreis erzielt“. „Home Staging ist nicht einfach nur motiviertes Hinstellen von ein paar Möbeln“. „Die Kunst besteht darin, ein Ambiente zu schaffen, indem sich der Kaufinteressent – und zwar von 25 bis 72 Jahren – sofort wohlfühlt und zu sich sagt ‚Hier möchte ich unbedingt einziehen‘“.

Woher kommt Home Staging?

Entwickelt hat sich die Dienstleistung bereits Anfang der Siebzigerjahre in den USA. Damals hat die Immobilienmaklerin Barb Schwarz angefangen, Wohnungen zu stagen. In den Vereinigten Staaten ist Home Staging mittlerweile ein anerkanntes Berufsbild. „Auch in Skandinavien wird kaum mehr eine Immobilie unmöbliert verkauft“. In Deutschland hat Home Staging noch Entwicklungspotential. Ist aber immer mehr im kommen.

Wie sieht die Arbeit eines Home Stagers aus?

Erst einmal muss unterschieden werden, ob die Immobilie noch bewohnt ist oder leer steht. Bei noch bewohnten Häusern reicht es manchmal, den Eigentümern im Rahmen einer Beratung ein paar Tipps zu geben. „Oft ist es so, dass die Präsenz des Eigentümers zu sehr im Vordergrund steht und die Räume zu voll gestellt sind. In einem solchen Fall ist das Wichtigste das Entpersonalisieren, sprich das Ausräumen, um eine ansprechende Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen“. Anstelle des Persönlichen tritt dann eine neutrale Raumstruktur, die eine breitere Käuferschicht anspricht – und den Interessenten erlaubt, im Geiste schon das eigene Zuhause zu sehen.

„Bei leeren Objekten kreieren wir mit Möbeln, Leuchten und Accessoires eine einladende Atmosphäre, mit der wir gezielt die vorher festgelegte Käuferzielgruppe ansprechen“.Wir gehen bei jedem Projekt genauso individuell heran, als würde wir ein bewohntes Haus ausstatten: „Wir richten alles komplett ein, dazu gehört auch tolle Fotokunst an den Wänden und sogar Mantel im und Schuhe unterm Kleiderschrank. Nicht selten, jedoch kein muss, stehen bei einem Home-Staging-Projekt Möbel und Wohnaccessoires für mehrere Tausend Euro in der Immobilie.

Helligkeit zu schaffen, einzelne Möbel zu arrangieren und besondere Highlights zu akzentuieren, steht dabei jedoch stets im Vordergrund. Im Grunde ist Home Staging wie ein dezentes Make up: Alles sieht besser aus, aber nichts dominiert den Gesamteindruck. Heißt konkret: Persönliche Kosmetika und der Zahnputzbecher verschwinden, bestenfalls hängen blütenweiße Handtücher am Haken. Der Home-Staging-Experte legt eine hübsche Tagesdecke übers Bett, tauscht dunkle, schwere Vorhänge gegen lichtdurchlässige aus und entfernt. Der Sinn dabei: Sie verkaufen nicht Ihr Zuhause, sondern eine Hülle, die der neue Eigentümer selbst mit Leben füllen möchte.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Bei aller Neutralität ist jedoch wichtig, dass eine Immobilie passend zur anvisierten Käuferschicht gestaltet wird. Steht etwa ein Loft im Stadtzentrum zum Verkauf wird dort eher mit einem cleanen Stil und neutralen Farben eingerichtet und dabei – je nach Agentur – auf gekaufte oder gemietete Designklassiker gesetzt. Wird hingegen ein Einfamilienhaus in idyllischer Lage angeboten, liegt der Fokus auch auf dem „Stagen“ des Kinderzimmers in fröhlichen Farben.

Zudem ist die Gestaltung auch an die aktuelle Jahreszeit anzupassen. Im Winter bevorzugt man etwa eher warme, erdige Töne, im Sommer aber frische und kühle Farben. Darauf sollte beim „Home Staging“ eingegangen werden. Schon eine Schale mit frischem Obst auf dem Tisch, frische Blumen und ein guter Raumduft erzielen eine große Wirkung bei den Käufern. Den feinen Unterschied zwischen Dekorieren und „Stagen“ erklärt man so: „Beim Dekorieren werden einfach Accessoires hingestellt. Beim Home Staging wird hingegen genauer darauf geachtet, was individuell zu dieser Immobilie passt, um die Highlights hervorzuheben – und von Dingen, die vielleicht weniger ansprechend sind, abzulenken.“

Was bedeutet der Home-Staging-Trend für Immobilienkäufer?

Für Verkäufer ist Home Staging also eine prima Sache. Aber müssen Käufer nun misstrauisch werden? Nicht mehr als sonst! Um eine vertraute Analogie zu wagen: Ein Auto wird meist auch frisch poliert, gesaugt und beduftet zum Verkauf angeboten – und man schaut sich trotzdem den Motor an. Käufer sollten stets sachverständig den Wert einer Immobilie prüfen lassen, und sich über ihr eigenes Budget und ihre Wünsche im Klaren sein. Beim Immobilienverkauf existierende Schäden vorsätzlich zu vertuschen und zu verschweigen, ist dem Verkäufer im Übrigen verboten. Das wäre arglistige Täuschung.

Wie sieht die Zukunft der Branche in Deutschland aus?

„Statistiken der Länder, in denen Home Staging schon lange praktiziert wird, bestätigen die Erfolge der Dienstleistung. In fast allen Fällen sind gestagte Immobilien innerhalb von sechs Wochen verkauft worden, zu einem bis zu 15 Prozent höherem Verkaufspreis als bei Wohnungen und Häusern, die nicht aufbereitet wurden“. Laut der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Resign (DGHR) verkürzt sich auch in Deutschland die Verkaufszeit etwa um die Hälfte. Und auch beim Preis wird der bestmögliche, realistische Verkaufspreis erzielt. 

„Oft werden wir erst beauftragt, wenn eine Immobilie schon viele Monate keinen Käufer gefunden hat und das Objekt verbrannt ist”. Sie wünscht sich, dass Eigentümer gar nicht erst so lange warten, sondern die Vorteile des Home Staging von Anfang an nutzen. „Es lohnt sich immer!“. „Es ist zwar sicher noch ein weiter Weg, bis wir so weit sind wie in den USA oder Skandinavien, wo praktisch kein Haus ohne Home Staging verkauft wird, aber jeder, der schon mal den Unterschied zwischen einem gestagten Haus und einem ungestagten gesehen hat, wird nie mehr ohne Aufmöbeln verkaufen wollen“, davon sind wir überzeugt.